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Musiktipp: Nine Inch Nails – *The Lovers*

Nine Inch Nails sind Kult. Trent Reznor wird nostalgisch und lässt den Sound von NIN aus den Neunzigern wieder aufleben. Quasi per Elektroschock.

Ich schätze, über NIN als solches brauche ich nicht viel zu schreiben. Mastermind Trent hat kürzlich eine EP namens “Add Violence” produziert und veröffentlicht. Ehrlich gesagt, ich habe das nur per Zufall entdeckt, als ich mal wieder YouTube im Dauerloop gehört habe. Das erinnert mich daran, mal wieder aktiver nach guter Musik zu suchen… Aber das ist ein anderes Thema, was einen eigenen Blog-Post verdient.

Jedenfalls hat der gute Trent mal wieder ein kleines musikalisches Meisterwerk kreiert. Unglaublich. Der Mann macht schon fast 30 Jahrzehnte Musik, und mit Betonung auf MACHEN. Ist kein reiner Interpret, wie Madonna oder Britney Spears. NIN schätze ich vor allem aufgrund der offensichtlichen Ambient Einflüsse, dem harten Industrial Rock, aber vor allem auch wegen der düsteren Meldodien – wäre also auch “Songs for the Dark”-würdig 😉

“The Lovers” hat mich folgendermassen gepackt: Es lief ein Live Video eines New York-Konzerts von 2017. Beginnend mit vielen früheren Hits, weshalb ich zunächst nur mit einem Ohr hingehört habe. Doch dann plötzlich hat es mich erwischt… So wie schon lange nicht mehr. Langsam kriechte der Sound an mir hoch, in mir hoch, und meine Gänsehaut signalisierte mir: Achtung, aufmerksam hinsehen und hinhören! Hör auf mit dem, was du gerade noch getan hast! Ich war gefesselt von der Atmosphäre dieses Songs. Sofort. Es ist einer dieser wenigen Momente im (Musikliebhaber-) Leben, der einen denken und fühlen lässt: VERDAMMT, ist das GUT!!!

Synthie-Ambient-Sound at its best

Beinahe erstarrt lasse ich mich vom Song tragen. Es beginnt mit einem klassischen, fast schon langweiligen Beat. Welcher dennoch dynamisch ist. Es folgt ein Synthie-Ambient-Sound, der sich mit dem Beat paart. Beides zieht sich durch den ganzen Song, mal stärker, mal abgeschwächt. Eine weitere Melodie-Line folgt, mit dem typischen NIN-Sound. All das im Kombination mit einer Tonbandaufnahme von Trent Reznor, auf welcher er gebetsartig zu reden scheint. Schlussendlich gibt Trent`s eindringlicher Gesang dem Song den perfekten Schliff.

Für mich ist es ein Geniestreich, verschiedene Melodie-Stränge übereinander zu legen. Und so zu timen, das ein perfektes Zusammenspiel erschaffen wird. Es mag Menschen geben, denen es zu “anstrengend” ist, und die es eingängiger mögen. Ist ja auch gut. Noch besser, zumindest für meine Ohren, ist die Kombi von verschiedensten Klängen – so dass man bei jedem Hören etwas neues entdeckt. Man kann sich mal auf die eine oder auf die andere Melodie konzentrieren. Den Song auf verschiedenste Arten erleben. Und es ist für mich wahrlich ein Hörerlebnis, eines, welches den Horizont erweitert.

Es gibt kein offizielles Video zu “The Lovers”. Also poste ich hier den aufgezeichneten Live Stream vom “Panorama Festival” Konzert in NYC. Aber keine Bange, ihr müsst nicht mühsam durchskippen oder euch alles anschauen: Öffnet das Video auf YouTube, dort sind alle Songs einzeln verlinkt, so auch “The Lovers”.

Enjoy the atmosphere!

P.S: Hörenswert ist ebenso das David Bowie-Cover zu *I can`t give everything away*!

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