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The Gathering – *Black Light District*: ein episches Meisterwerk

The Gathering Titelbild Musicnonstop

The Gathering sind seit den 90ern bekannt für ihre melancholischen Songs mit ihrem unverwechselbaren Sound. Bei *Black Light District* handelt es sich um eines ihrer epischen Glanzstücke.

Zu The Gathering selbst schreibe ich an dieser Stelle nicht so viel – einfach deshalb, weil diese Band eine inzwischen recht lange Historie vorzuweisen hat. Prägnant war jedoch lange Zeit der Gesang von Anneke van Giersbergen, die mehr als ein Jahrzehnt die Rolle der „Frontfrau“ inne hatte. Mir erging es nämlich auch so – ich war zuerst fasziniert von ihrer Stimme, im Zusammenspiel mit anspruchsvoller Musik. Wer die Band ein wenig kennt, weiss, dass sie für recht emotionale Musik bekannt sind. Teilweise mögen einige dies gar als „überladen“ empfinden – ich und viele andere jedoch ganz und gar nicht. „Black Light District“ verkörpert genau diese Ballung der Gefühle, und vereint die verschiedenen Stile, welche The Gathering bevorzugen.

The Gathering – Melancholie at its best

Das fast 15-minütige Meisterwerk fordert geduldige Zuhörer, welche eine komplexe Songstruktur mit vielen unterwarteten Wechseln zu schätzen wissen. Der Song beginnt fast still, mit einer schüchternen Piano-Melodie. Gitarre und Schlagzeug setzen erst nach und nach ein. Anneke`s Vocals beginnen nach knapp vier Minuten ein – vielmehr spricht sie eindringlich. Langsam aber sicher steigern sich die Emotionen und somit auch die Musik: Die Gitarrenriffs werden Stück für Stück härter, irre Synthie-Sounds setzen ein. Das Finale ist da! Und wirklich im wahrsten Sinne eine Explosion von harten, kalten, elektronischen Klängen.

Ein episches Machwerk in höchster Perfektion

Der Schlussteil wird durch ein Abebben der Gitarren eingeläutet, die sich scheinbar zu einem wirren Soundbrei mit allen möglichen Soundeffekten paart. Die Klänge reduzieren sich immer mehr, bis schliesslich nur noch ein Synthesizer-Part erhalten bleibt, zusammen mit einer zurückhaltenden Gitarre. Annekes Gesang ist wahrlich der krönende Abschluss und erfasst die Melancholie des Songs in höchster Perfektion. An diesem Part schätze ich die Lyrics sehr – reine Poesie. Das eingangs eingesetzte Piano lässt schliesslich die grandiose Epik zu ihrem Ende kommen. Es ist nach wie vor ein Verlust für die Band, seit Anneke van Giersbergen nicht mehr dabei ist. Die niederländische Sängerin jedoch hat es mehr als verdient, inzwischen solo erfolgreich zu sein.

The Gathering – *Black Light District*

Walk, I cannot walk
For I am blind, blinded I am
By the pitch of dark, so dark is it
The narrow street, never ending narrow
Clogs my throat
Silently I try,
Try to walk, blinded by the pitch
The narrow darkness, clogs the street

I am speechless
I am speechless

Fear puts a rush on my steps
As I stare into the spinning depth
The end is not near the sight that I am hoping for
And all the light that paves the way for me
Is the wish and will for the end to see
The bright light is the end of the black light district

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1 Kommentar

  1. Devin Townsend: Enfant Terrible des Metal | Music.Non.Stop.
    7 Monaten ago

    […] einer seiner vielen genialen Songs, diesen mit Anneke van Giersbergen als Gastsängerin. Wir hören und sehen […]

    Reply

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