In Music, Progressive Rock & Metal

Tool – Harte Metalriffs & sphärische Drums

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Kommen wir zu einer Band, welche nicht nur meinen Musikgeschmack massgeblich beeinflusst hat – sondern ein ganzes Musikgenre: Progressive Metal.

Doch nicht nur auf mich hat diese Band Einfluss geübt – sondern gar ein ganzes Musikgenre geprägt. Ich wage einfach  zu behaupten, dass beinahe alle Alben Klassiker des Progrock-Metal sind. Noch bevor Prog überhaupt ein fester Begriff in der Szene wurde, und immer mehr Bands aus dem Boden schossen. Tool-Songs sind für mich zudem zeitlos – mir kommt keiner in den Sinn, wo man sagen würde: Der ist sowas von Nineties. Oder so. Tool sind Tool. Fertig.

Die Band um das Enfant Terrible Maynard James Keenan (hier mein Post zu A Perfect Circle) hat inzwischen eine äusserst lange Bandgeschichte, die ich hier auch kaum zusammen fassen könnte. Das alleine wäre sicher ein Buch wert. Deshalb halte ich mich nicht weiter damit auf und schreite zur Review-Tat.

Nun, *Ænema* darf man sicherlich als einen der bekanntesten Werke bezeichnen. Wobei Sie mit “Undertow” kurz zuvor bereits für einiges an Aufruhr gesorgt haben. Man kannte die Jungs aus Kalifornien, nur fehlte noch der richtige Durchbruch – welcher mit dem Album *Ænema* schliesslich vollzogen werden konnte. Hier wurden die Stücke komplexer und ausgefeilter, und dennoch war ein Hauch von Rock-Mainstream zu spüren. Nunja, jedenfalls meine Einschätzung.

Das Video ist, wie alle von Tool, ein Kunstwerk. Schon mehrfach wurden Preise für Musikvideos eingeheimst, in Kategorien wie “Best Special Effects” – und vollkommen zu Recht. Die Band hat sich damit ein eigenes Markenzeichen geschaffen. Und nicht zuletzt immer wieder bewusst damit provoziert – aber lassen wir das, das wäre wirklich einen eigenen Post wert…. Das *Ænema*-Video ist wie bereits erwähnt noch am bekanntesten, aber eigentlich noch recht harmlos im Vergleich zu anderen. Wie so oft wird eine Geschichte erzählt, jedoch sehr abstrakt – naja, beschreiben bringt da nicht so viel (ich habe einige Sekunden wirklich drüber nach gedacht, ob ich soll… Neeeee es hat wirklich keinen Zweck…!).

Sphärische Drums und exzellente Metalriffs

Der Song selbst glänzt mit Tool-typischen Metalriffs, jedoch ist der Beginn recht zurückhaltend. Auch die Vocals von Maynard sind fast flüsternd, steigern sich jedoch mit jeder Lyriczeile. Die Struktur ist insgesamt recht komplex für einen Metalsong, wechselt es sich doch mit ruhigen Parts und krachigen Sounds ab. Man kann wirklich nicht sagen, dass der Song von Anfang bis Ende gleich ist – es gibt viele unterschiedliche Teile, mit verschiedenen Charakteristika.

Was ich an Aenima schätze, sind einerseits die harten Metalriffs im Finale des Songs – sehr sphärisch empfinde ich vor allem den Schlagzeugpart, das fast leise Trommeln… Ich weiss nicht warum, dazu bin ich zu wenig versiert, was Schlagzeugspielen angeht – aber ich habe bis heute nichts vergleichbares gehört. Diese Drums SIND einfach Tool, und die Handschrift dieses Meisterstückes an Progressive Metal. Coole Riffs, sphärische Rhythmen, nix verstanden – das sind Tool at its best!

Es ist bekannt, dass der Song im Zuge der Streitigkeiten mit der damaligen Plattenfirma entstanden ist. Nun, das ist nicht auf Anhieb klar. Ist einem das jedoch bewusst, ergibt die Songzeile *It’s a bullshit three ring circus sideshow of freaks* eine ganz andere Bedeutung… Jetzt aber viel Spass beim Konsum des Videos zu *Ænema*- ein episches Metalstück, welches nun bereits vor über 20 Jahren erschienen ist (f… ich werde alt….)!

Tool – *Ænema*

Foto:  Adrien Ledoux on Unsplash

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1 Kommentar

  1. Albumvorstellung: Deftones - White Pony • bibismusicnonstop.com
    1 Jahr ago

    […] mit gerade mal zarten 16 Jahren schon recht heftig sein, wenn man zuvor nichts härteres kannte als Tool (sorry […]

    Reply

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