In Music, Progressive Rock & Metal

Albumvorstellung: Deftones – White Pony

White Pony – ein absolut zeitloser Dauerbrenner. Die Deftones – die Metal-Maniacs und Nu-Metal-Veteranen schlechthin.

Ja, die Deftones – eine der wenigen harten Metalbands, die ich sehr zu schätzen weiss. Metal muss für mich persönlich düster sein, mit dröhnenden Gitarrenriffs. Und das konnten die Jungs schon immer. Wobei ich zugeben muss, anfangs ein wenig geschockt gewesen  zu sein beim ersten Hören – handelte es sich doch um “Summer“, wo gar noch geshoutet wird. Kann mit gerade mal zarten 16 Jahren schon recht heftig sein, wenn man zuvor nichts härteres kannte als Tool (sorry Maynard).

So kam es denn auch, dass ich erst mit White Pony (hier auch eine gute Rezi von meinem Lieblings-Musikmagazin Visions) welches im selben Jahr meines Abiturs erschienen ist, so richtig warm mit der Band wurde. Aber sowas von! Dieses Album ist nachweislich bis heute ihr erfolgreichstes, selbstredend gehört es zu meiner persönlichen “Zeitlos”-Playlist. Und es ist einzigartig! Die Deftones haben recht früh ihren eigenen Stil etabliert, sicherlich auch wegen der speziellen und kraftvollen Vocals von Chino Moreno.

Noch selbstverständlicher liebe ich vor allem den Gastauftritt von Maynard James Keenan auf “Passenger” – zu der Zeit sehr präsent mit Tool UND A Perfect Circle, die grade erst ihr Debut veröffentlicht hatten. Ich hatte seinerzeit sogar die Ehre, die Deftones live, zusammen mit A Perfect Circle als Support, zu sehen – erst sehr viel später wurde mir bewusst, dass diese Kombi sich vermutlich selten wiederholen wird! Damals (woohooo ich fühle mich wieder so alt…) konnte man auch noch keine Handy-Fotos machen, weshalb ich nicht ein einziges Erinnerungsfoto habe… An die Digi-Cam hatte ich aber ebenso nicht gedacht… Nun denn, immerhin habe ich noch einige Erinnerungsfetzen im Kopf, haha…!

White Pony zeichnet neben den dumpfen und düsteren Gitarrenriffs nicht nur die Stimme von Chino  aus, sondern auch die geschickt platzierten Beats und Hooks. Ich mochte immer den leichten den Elektro-Einschlag, weil es den Songs einfach das gewisse Etwas gibt. Ein Beispiel ist hierfür “Rx Queen”, der fast schon chillig rüber kommt. An sich ist der Song nicht wirklich laut oder hart, aber das hat er auch gar nicht nötig. “Change (in the house of flies)” kann sich ebenfalls ohne falsche Scham in die Reihe der Chillout-Stücke stellen.

Eins meiner absoluten Lieblinge ist “Knife Party” – warum eigentlich? Schätze, ich mag den den sehr melancholischen Gesangs-Stil,  und, wie sollte es anders sein, die fast schmeichelnden, dröhnenden Riffs. Das Gefühl was mit dem Song transportiert wird, ist einfach genial.

Wie gehabt anbei meine erwähnten Favourites in Video-Format – würde mich wie immer freuen, neue Fans für diese Band zu gewinnen! Denn es ist defintiv eine Bildungslücke, die Deftones nicht zu kennen 😉

Deftones – “Passenger”

Deftones – “Rx Queen”

Deftones – “Knife Party”

 

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