Konzert-Tipp: Devin Townsend – Enfant Terrible de Metal

Ihr habt am Dienstag, den 03.12.2019 noch nichts vor? Dann wird es aber Zeit! Devin Townsend, der Hero des Progressive Metal gastiert in Kürze im X-Tra in Zürich.Der vor Kreativität strotzende Kanadier Devin Townsend kann sich mit einer beachtlichen Karriere im Musikbusiness rühmen. Mit Strapping Young Lads gründete er seine erste Band, die sich erst 2007 auflöste. Es folge das Projekt Devin Townsend - mit welchem er verschiedenste Progressive Metal Alben mit leicht verändertem Namen veröffentlichte: Devin Townsend, The Devin Townsend Band, Devin Townsend Project. Warum: Schlicht, um die stilistischen Unterschiede hervorzuheben. MULTITALENTIERT & SELBSTIRONISCH ZUGLEICH Bislang ist mir selten solch ein multitalentierter Künstler begegnet, welcher konsequent sein eigenes Ding durchzieht. Gerade Musiker aus der Prog Metal Szene nehmen sich oftmals doch sehr ernst. Nicht so Devin Townsend , der ein Meister der sinnlosen Instagram-Postings ist - und trotzdem tausende Likes erhält (wie war das noch mit hochwertigen & viralen Bildern??). Townsend ist fähig…

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Leprous, The Ocean & Port Noir: Prog Metal Deluxe

Dieser Konzertabend im Plaza in Zürich am 11.11.19 beglückte seine Besucher mit dreifacher, rockiger Prog Metal Energie. Die Bühne war klein & kuschelig, die Bands gross und krachig. Port Noir - Alternative Rock mit Ambient-Einschlag Das schwedische Trio Port Noir kannte ich zuvor nicht. Umso besser, konnte ich mich so vorurteilsfrei auf ihren Sound einlassen: "Old School"-Rock, gemeinhin bekannt als Alternative Rock, gemixt mit Elementen aus Hip Hop und, ja, Pop. All das angenehm entspannt, beinahe chillig - Prog Metal war es zwar noch nicht wirklich. Und doch: der perfekte Einstimmer für The Ocean. Als Inspirationsquellen geben die Schweden unter anderem Rage Against the Machine, Daft Punk Queens of the Stone Age an. Ja, unterschiedlicher können diese Vorbilder nicht sein. Fazit am Ende des kurzen Support-Spiels: Port Noir machen alternativen, relaxten Rock, der teils in Richtung Ambient schwebt. Love Andersson (Bass, Vocals), AW Wiberg (Schlagzeug) and Andreas Hollstrand (Gitarre, Keyboard, Vocals) senden…

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Spotlights *Love & Decay*: Post Metal mit Biss

Spotlights sind meine neueste Metal-Entdeckung - mit Bravour haben sie sich in meine Rockader geschossen. Die New Yorker haben 2016 ihr erstes Album (*Tidals*) veröffentlicht, sind aber bislang ein Geheimtipp der Post Metal-Szene. Und dass, obwohl bereits das zweite Werk *Seismic* äusserst reif wirkt. Hier steht definitiv eine Band mit enormen Potenzial vor uns. Sich selbst beschreiben ihren Stil übrigens als "DreamSludge" - das lasse ich jetzt (beinahe) unkommentiert stehen. Zumindest den, nunja, träumerischen Teil kann ich nachvollziehen. Denn: Direkt gepackt haben mich die zarten, fast zerbrechlichen Vocals des Ehepaars Sarah (Bass & Gitarre) und Mario Quintero (Gitarre & Synths), genauso wie die melodiösen Gitarrenriffs. Harte Gitarrenklänge, die jedes Metal-Herz hochschlagen lassen, kreieren die perfekte Metalband. Immens positiv überrascht bin ich, dass die Band lediglich von Chris Enriquez am Schlagzeug ergänzt wird. Dies, da sie unglaublich komplexe, vielschichtige Klanggewalten erschaffen: als stecke mindestes ein halbes Dutzend professioneller Musiker dahinter. Von säusendeln Gesängen…

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Tool ist cool – Progressive Metal im Hallenstadion Zürich

Ja, Tool sind alleine deswegen schon cool, da sie im vollklimatisierten Hallenstadion in Zürich spielten. Sagenhafte 13 Jahre haben sie bis dato pausiert und jedes Bandmitglied eigene Projekte (oder Bands, wie A Perfect Circle von Maynard James Keenan) verfolgt.  Die grosse Frage lautete also: Haben sie es immer noch drauf oder spielen gelangweilt ihre Hits runter?Der Eintritt ins Hallenstadion war erstmal eine Wohltat, angesichts der Hitzewelle der Woche. Somit drohte zumindest wegen der Temperaturen kein Kollaps, wenn, dann im besten Falle vor ekstatischer Freude. Nun, ich möchte hier zunächst den Support von Tool erwähnen: Fiend. Für mich noch unbekannt, aber eine mehr als würdige Vorband - hat nicht jede Rockband in ihrem CV. Unglücklicherweise habe ich nur noch Sitzplätze in den mittleren Rängen bekommen und tröstete mich mit dem Gedanken - es hätte ja noch schlimmer sein können (war auch der einzige Trost). Denn somit waren die Bandmitglieder nicht wirklich im Detail…

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Bring Me The Horizon – Glück, Sprachlosigkeit und Trauer in Einem

Manchmal fehlen einfach die richtigen Worte.  Bring Me The Horizon, eine Metalcore-Band aus Sheffield bringt dies mit *I don`t know what to say* nicht bloss mit dem Songtext zum Ausdruck.  Nur kurz vornweg: Dies ist mein erstes Lebenszeichen aus einer eher ungeplanten Blog-Pause. Weshalb, das ist hier nicht wichtig - ausschlaggebend ist, ich werde weitermachen. Eher zufällig hat mich dieser Song vom aktuellen Album *Amo* (Feb. 2019) getroffen, ohne dass ich danach gesucht hätte (sind meist die nachhaltigsten Neuentdeckungen!). Schuld war dieses Mal eine TV-Sendung, für die ich nicht Werbung machen möchte. Jedenfalls, ich weiss noch nicht viel über Bring Me the Horizon, ausser dass sie wohl als "die bösen Jungs" der Metalcore-Szene gelten (wer mag, kann gerne auf Wiki nachlesen). Wobei ich mich frage, wie das möglich ist - hält die "Community" nicht bedingungslos zusammen? Geigen-Arrangement + Metal-Riff = Wow! Doch dies nur als Randnotiz, dieser Frage werde ich nicht auf…

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